Hohe Datensicherheit durch sogenannte Raid-Systeme

veröffentlicht am 4. Oktober 2012 in Datensicherheit von

Ein RAID-System bietet eine sehr hohe Datensicherheit. Sowohl für Privatpersonen wie für IT-Mitarbeiter von Firmen ist ein Datenverlust eine absolute Horrorvorstellung. Daher ist eine gute Datensicherung sehr wichtig. Aus diesem Grund verlassen sich gerade die einzelnen Unternehmen auf sogenannte RAID-Systeme. Wobei diese Systeme in verschiedenen Varianten angeboten werden, wie Sie im Laufe des Artikels feststellen können.

Das Raid System

Ein RAID-System bietet eine sehr hohe Datensicherheit.

RAID-System Allgemein

Die Abkürzung RAID steht für die Bezeichnung „redundant array of independents disks“. Dabei versteht man unter dieser Form der Datensicherung eine Technik, bei der mehrere Festplatten zu einem Laufwerk organisiert werden. Auf diese Weise werden die wichtigen Daten nicht nur auf einer Festplatte gespeichert. Somit stehen die Datensätze sogar beim Ausfall einer der Festplatten noch zur Verfügung, da mithilfe eines RAID-Systems die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Ausfalls des Systems ziemlich gering ist. Gleichzeitig wird durch diese Verteilung der vorhandenen Datendurchsatzlast auf verschiedene Laufwerke die Geschwindigkeit der Daten zusätzlich gesteigert. Darüber hinaus können schließlich mögliche fehlerhafte und defekte Festplatten, sogar einfach während des Betriebes ausgetaucht werden.

Die RAID-Levels

Um diese Form der Datensicherung zu ermöglichen, werden inzwischen ganz unterschiedliche RAID-Level zwischen 0 und RAID10 angeboten. Dabei handelt es sich beim RAID0 lediglich um einen Zusammenschluss von mehreren Festplatten. Denn hierbei werden die vorhandenen Daten einfach nur auf die einzelnen Platten verteilt. Sollte nun eine dieser Festplatten ausfallen, ist eine Rettung der Daten nicht mehr möglich. Aus diesem Grund sind die wohl gängigsten RAID-Varianten eher das RAID1, das RAID5, das RAID6 und das RAID10 bzw. RAID0+1. Um eine einfache und kostengünstige Datenredundanz herzustellen, bietet sich dabei das RAID1 an. Denn dieses System arbeitet mit einer Spiegelung, bei der sämtliche Daten auf zwei verschiedenen Festplatten gleichzeitig gespeichert werden. Sollte nun eine dieser Festplatten ausfallen, kann diese einfach ausgetauscht werden. Anschließend werden die vorhandenen Daten ganz automatisch auf der neuen Festplatte gespeichert. Im Unternehmen dagegen weit verbreitet ist das RAID5, denn hierbei stehen sogar drei Festplatten zur Verfügung. Sollte nun eine der Platten ausfallen, erhält der Nutzer einer Warnmeldung, dass diese Festplatte ausgetauscht werden muss. Wobei bei diesem System stets baugleiche Platten verwendet werden müssen. Auch die RAID6 arbeitet nach diesem System, jedoch kann hierbei das RAID-System sogar den Ausfall von zwei Festplatten verkraften.

RAID-Systeme bei größerer Datenmenge

Ein RAID-System, welches sich gerade zur Speicherung größerer Daten eignet, ist das RAID10. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus RAID1 und RAID0, sodass hierbei zwei gespiegelte Paare entstehen. Aus diesem Grund benötigt man für diese Variante gleich vier baugleiche Festplatten. Darüber hinaus gibt es für viele Unternehmen Einzellösungen zur Speicherung eines größeren Datenvolumens. Diese können dann meist nicht in die normalen RAID-Standards eingeteilt werden und erhalten daher ganz unterschiedliche Bezeichnungen. Wie etwa die gestripten Versionen von RAID3 und RAID5, welche dann als RAID30 und RAID50 bezeichnet werden und aus sechs Festplatten bestehen. Gleichzeitig sind diese Systeme dann wesentlich komplexer und bieten einen hohen Datendurchsatz kombiniert mit einer hohen Datensicherheit. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig sich bereits vorab zu überlegen, über welche Kapazität und welche Schreib- bzw. Lesegeschwindigkeit das RAID-System verfügen soll.


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